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Toolset des Erasmus+ Projekts JobAct Europe veröffentlicht: Mit Sozialer Kunst zurück in den Arbeitsmarkt

Wie die Arbeitsmarktintegration durch Soziale Kunst funktioniert, können interessierte Praktiker*innen nun in drei Broschüren nachlesen und selbst anwenden: Die Ergebnisse des europäischen Projektes wurden in Form eines Toolsets in fünf verschiedenen Sprachen für die Praxis aufbereitet und stehen ab sofort zum Download bereit.

Titelbild deutsch

Im Erasmus+ Projekt “JobAct Europe – Social Inclusion by Social Arts” haben acht europäische Partner an der Verbreitung des Ansatzes der Sozialen Kunst in Italien, Frankreich, Ungarn und Deutschland gearbeitet. Das aus dem Projekt resultierende Toolset besteht aus drei zusammengehörenden Teilen, die Interessierten die Methode näherbringen und Praktiker*innen befähigen sollen, Soziale Kunst selbst anzuwenden. Die sfs-Wissenschaftlerinnen Kerstin Guhlemann und Christine Best haben das Projekt während seiner Laufzeit von 2017-2019 wissenschaftlich begleitet und das Toolset wesentlich mitgestaltet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie sind die drei Teile des Toolsets aufgebaut?

Toolset Teil 1 - Das Bildungsprinzip "Soziale Kunst"

Tool Set 1 deutsch

Die JobAct-Methode ist eine innovative Methode, um Menschen in Not zu helfen, ihre schwierigen Situationen zu überwinden und ihren Weg zurück inden Arbeitsmarkt unddie Gesellschaft zu finden. Im ersten Teil des Toolsets wird der Grundstein gelegt für die Adaption Sozialer Kunst als Bildungsprinzip. Der erste entscheidende Schritt ist das Verständnis des Prinzips der Sozialen Kunst. In einem zweiten Schritt wird die wissenschaftliche Sichtweise, die auf Ansätzen des Empowerments basiert, vorgestellt und unserer praktischen Sichtweise von Sozialer Kunst gegenübergestellt, damit Praktiker*innen das Prinzip in der Tiefe verstehen und anwenden können. Außerdem werden die zentralen Parameter für Soziale Kunst beschrieben: Raum, Zeit und Provokation. Wir beschreiben, wie dieses Prinzip genutzt werden kann, um Menschen in Not zu befähigen und geben einen Überblick über die JobAct-MethodeÒ, die von der Projektfabrik Witten entwickelt wurde und dieses Ziel mit großem Erfolg verfolgt. Nach dem Durcharbeiten dieses Kapitels sollen die Leser*innen in der Lage sein, a) das Prinzip zu verstehen und b) es für ihre individuellen Zwecke in der Arbeit mit benachteiligten Menschen zu adaptieren.

Toolset Teil 2 - Modul Sozialkünstler*in - Qualifizierung, Rahmenbedingungen und Problembewältigung

Tool Set 2  deutsch

Um erfolgreich mit dem JobAct-Prinzip arbeiten zu können, benötigen Trainer*innen spezifische Kompetenzen und Kenntnisse. Ziel des zweiten Teils des Toolsets ist es daher, die entscheidende Zielgruppe der Praktiker*innen, die das Prinzip anwenden wollen, mit den erforderlichen Kompetenzen auszustatten:

1. Qualifikationsanforderungen. Praktiker*innen, die Theaterprojekte durchführen wollen, sollten in der Lage sein, mit schwierigen Situationen umzugehen und Menschen mit verschiedenen Problemen zu stärken. Außerdem brauchen sie ein tiefes Verständnis von Kunst und ihren Möglichkeiten.

2. Rahmenbedingungen: Um den Erfolg der Adaption des Prinzips zu gewährleisten, müssen die Rahmenbedingungen sorgfältig bedacht werden. Daher bietet dieser Teil Informationen über die wichtigsten potenziellen Hindernisse und Lösungen, um diese zu überwinden.

3. Fehlersuche: Da der Ansatz keine feste Methode bietet, sondern Techniken und Fähigkeiten, um ihn an bestimmte Zwecke anzupassen, ist es möglich, dass die Anwendenden auf unerwartete Probleme stoßen. Deshalb wird in diesem Teil gezeigt, wie diese gelöst werden können.

Toolset Teil 3 – Bühnenreif - Zielgruppen, Soziale Kunst in der Praxis und Übungen

Tool Set 3 deutsch

Der dritte Teil mit einem eigenen Toolset ist das Herzstück unserer Projektergebnisse und versorgt Lesende mit praktischen Übungen zur Sozialen Kunst und mit Empfehlungen, was bei der Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen zu beachten ist. Er beginnt mit Hinweisen, wie unterschiedliche Teilnehmergruppen dazu motiviert werden können, sich für Theatermethoden zu öffnen. Um eine ganzheitliche Wirkung von Sozialer Kunst zu ermöglichen, haben wir ein System entwickelt, das die jeweiligen Wirkungen der Übungen auf die Nutzenden reflektiert, basierend auf den Erfahrungen während des Projekts. Um eine breite Anwendbarkeit zu ermöglichen, ist jeder Übung eine Übersicht über ihre Anforderungen, Ziele und Einschränkungen beigefügt. Nach dem Durcharbeiten dieses Teils des Toolsets sollten die Leser*innen in der Lage sein, Theaterprojekte mit benachteiligten Personen durchzuführen und den Ansatz an ihre spezifischen Zwecke anzupassen.